Zettel, „Zettel‘s Traum“, Arno Schmidt, Rolf-Dieter Brinkmann. Wüst. Chaotisch. Wahrhaftig. Das wär‘s doch – oder?
Immer noch nicht tot.
10.11.2027: Würde das was ändern? Oder: Was würde das ändern?
Gut so.
Reue. Das einzig Entscheidende im Leben eines Menschen. Kulminiert im Wörtchen „eigentlich“. Sein Gegenspieler? Das Wörtchen „gerne“.
Tot. Kein Gefühl. Keine Regung; nicht mal Selbstmitleid. Ist das Ewigkeit?
Schnecken. Das ganze Haus voller Schnecken.
Tot oder lebendig; is‘ eigentlich auch egal: Unglück bleibt Unglück.
Bestimmerkind. Narziß.
Schwaches Selbst. Sektenopfer. Es hätte alles mögliche sein können!!
Vielleicht sogar Verräter, Betrüger, Feigling? Mut!!!
Genau: Was fehlt noch? Muttersöhnchen und Besserwisser. Alles, was keiner sein will.
Mitgefühl (neudeutsch: Empathie).
Geht am Arsch vorbei. Egozentrik: Ich bin die Sonne und der Mond.
Der einzige Gedanke, der immer präsent ist: Flucht.
Herz, kalt wie Eis.
Freudlose Gesichter. Was soll noch kommen? Kann man auch gleich sterben.
Wann verschwindet nur dieses quälende Unglück in mir?
Selbsthass und Reue: Sind es zwei Brüder oder zwei Schwestern?
Immer nur Zwang! Ehrlich gesagt, kenne ich nur „Mich-zu-etwas-zu-Zwingen“.
Vollkommen zerstört. Innen. Man könnte sagen „gefühlskalt“. So wird man zum Mörder. Das Deutsche kennt ein schönes Wort: „Ungerührt“.
Immer die gleiche Umlaufbahn. Wiederholung für Wiederholung geht das Leben zu Ende. Da ist keine Freude. Kein Ausbrechen. Da wäre man lieber Sonne. Die kreist nicht. Nur pure „Power“. Energie – fast – ohne Ende. Die Erde ist leider endlich. Kernfusion: Das wäre die Rettung. Das ist das Geheimnis.
Welchem Teufel habe ich meine Seele verkauft? Eigentlich gut: …. und weg ist sie!
Wie kann man nur so neben sich stehen? Personifizierter Minderwertigkeitskomplex. So klein mit Hut! … Geht‘s noch? Diese Larmoyanz. Prada ist auch ganz chic.
Begleitet im Sterben. Symbiose. Für die Überlebenden ist es wie eine Geburt. Na ja: Für die Sterbenden auch. Neu erfinden muss man sich eigentlich ständig, sekündlich – oder? Das ist Leben: Leben und Tod gleichzeitig.
Mitmenschlichkeit: Das ist es. Menschlichkeit? „Geschenkt!“. Der Plot ist „Mitmenschlichkeit“. Wenn sich die Menschlichkeit nicht auf den einzelnen Menschen richtet, braucht sie keiner: Deswegen muss es Mitmenschlichkeit heißen. Und: Menschenfreund. Was für ein schönes Wort, was für ein schönes Bild. Jeder Mensch ein Menschenfreund.
Sekt oder Selters? Oder Sekte?
Wahrscheinlich ist jeder Mensch eine eigene Sekte. Nur Menschen brauchen Erklärungen für‘s Leben. Es ist alles „home-made“: Leben an sich? Gibt es: Auf der Ebene der Vitalfunktionen. Der Rest ist Einbildung und Fiktion. Glaube ist aber wichtig. Kann vor Zerstörung schützen, muss aber nicht.
Lebenskraft rauben. Der wahre Teufel in jedem und jeder. Ist geil. Der Rest jammert.
Mein Sehnsuchtsort – DER Sehnsuchtsort schlechthin: Der Bauch meiner Mutter. Da ist/war alles in Ordnung. Danach war gar nix mehr in Ordnung. Nur Kampf.
Und wieder geht dieses Scheißleben von vorne los. Nix erreicht. Nix geändert.
Wieder so ein schönes deutsches Wort, das keiner mehr kennt: uneigennützig!
Dunkle, sehr düstere Gedanken: Wer wird Dir meine Todesnachricht überbringen? Es tut mir leid. Es wird passieren.
Die Seele ist schwarz, der Geist dunkel. Götter, wohin man blickt.
Wie sollte die Grundeinstellung sein? Alles vernichten? Schwarz und Braun. Schöne Farben. Wie wäre es mit Lila oder Pink?
Da hätte ich doch noch einen interessanten Begriff: Selbstlos! Ob den heute überhaupt noch jemand kennt?
Wann wird das Leben so, wie …?Nie! Oder „jetzt“!
Der entscheidende Punkt: Der Mensch will sich gar nicht freuen. „Freude“ heißt „Null Projektion“ und dann steht der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt. Kein Jammern mehr, kein Klagen.
Ein Leben ohne Freude ist der Tod im Leben.
Genau das ist es: Den Willen brechen! Ein Verbrechen. An Kindern. Nazis, Katholiken, … . Viele scheint es gefreut zu haben: Die Macht. Das Herrschen. Untertan. Untermensch.
Das Leben ist spannend; „könnte“; „hätte“: Ein Leben im Konjunktiv. Jedenfalls nicht in der Gegenwart.
So ein Scheißleben. Kann es das wirklich geben? Warum ist das so? Immer nur an den Tod denken. Alles verlieren. Alle alleine lassen. Wenn da überhaupt noch welche sind. Alles bleibt einfach da. Kein Aufräumen, kein Wegräumen, kein „Entsorgen“: Es gibt keine Sorgen mehr. Alles weg. Ist das frei? Oder ist das auch eine Illusion? Sooo einsam. Alleine. Ist schlimm. Sinnlos. Das Leben ist ohne Sinn und Verstand. Da ist nichts. Da ist nur Leben, leben. Nur Energie. Oder Kraft.
Wie dumm muss einer sein, zu glauben, man sei der einzige. Hmm, Mütter können das wahrscheinlich. „Ihr“ Baby; „ihr“ Kind. Klar: Das ist einzigartig.
Dieses Leben will keiner!
Mein Titel. DER Titel. Ich glaube, dass ich das noch nie erlebt habe.
Welche Illusion, welche Illusionen, muss ich denn noch enttarnen? Ist das alles anstrengend!
Was ist der Preis für die ultimative Befreiung, für die Aufhebung jeglicher Gegensätze? Das Anerkennen des „Weils“. Wahrscheinlich. Des Kontinuums. Und der Preis? Der totale Zusammenbruch. Auch Quatsch.
Die größte Seuche, das schlimmste Gift: Monotheismus: „Sein Wille geschehe!“ – Bloß nicht!!!
Im Konjunktiv leben: „Mit den Sachen spielen.“
Die Dummheit schlechthin: Wir suchen den Widerspruch. Dabei kennt das Leben nur „Weil“! Es gibt nur Kausales!
Da führt der Mensch seine Schwäche spazieren: Neudeutsches Gassi-Gehen.
Geburt reiht sich an Geburt, Tod an Tod. Ewige Transition. „Change“, wohin man blickt. Normal.
Und immer noch nicht tot. Er will nicht gehen. Sie will nicht loslassen. Dabei ist es unvermeidlich. Ist immer nur die Frage: Wer zuerst?
Egoismus/Egozentrismus: Ist es nicht auch Egoismus, Kind bleiben zu wollen? Keine eigenen Kinder haben zu wollen? Nicht für das eigene Altwerden vorzusorgen? Wer soll sich kümmern, wenn es keine Kinder gibt? Ist so kurzsichtig gedacht; so verantwortungslos. Das kann man auch mit Geld nicht heilen, wenn es keine Menschen gibt, die das machen. Verantwortung ist wahrscheinlich immer ein Stück Anti-Egoismus, nie nur für sich selbst; immer für sich und die anderen.
Regenzeit. Koffer packen. Scheiden. Klar. Kompromisslos. Keine halben Sachen. Entscheidung ist das Ende aller Scheidungen; so, wie Enttäuschung das Ende aller Täuschungen ist. Wo bleibt all die Energie? Im Zweifeln! Welch‘ eine Verschwendung. Permanentes Entschuldigen vor dem eigenen Ich. Ätzend.
Number One! Ich will es anders.
Dazu ist nur eines nötig: Einstellungsänderung!
Immer noch nicht tot. Die Uhr läuft und läuft. Wann steht sie still? Liegt irgendwie nicht in meiner Macht. Die schlechten Gedanken…; sie bleiben.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich keine Kraft mehr.
Die harte Währung der Belohnung: Kilokalorien! Neudeutsch: Joule! Genau: Es ist zum „J(a)oulen“!
Der Tod ändert nichts. Die Einstellung bleibt. Was änder die Einstellung?
Als ob das ganze Leben ein Kampf gegen die eigene, innere Schwäche sei.
Gebet kann auch Flucht sein.
Oder Fluch.
„Meine Bestimmung ist der Tod!“ – Kann eigentlich jeder sagen. Jede auch. Ein Glück. Da sind endlich alle gleich.
Ich bin noch nicht angekommen.
Ich habe noch gar nicht angefangen.
Ich weiß nicht, wohin.
Ich kenne nur Zwang.
Nichts macht (mir) Freude.
Der Mensch wacht auf und denkt: „Welche Stimme wird die letzte sein, die ich höre (während meines letzen Atemzugs)?“
Was wäre das Leben ohne die ganzen, verpassten Chancen? Schöner?!
Mit Menschen! Mitmenschen!
Bücher zum „Spinnen“!!!!
Alles ist möglich, nichts passt!
Ich kann nicht mehr weinen. Die Seele ist tot.
Das Bestimmerkind. Der Herrenmensch. Alles die gleiche Kategorie: Anderen Menschen seinen Willen aufzwingen; sich selbst zum Maßstab für andere machen. Nennt sich „Ärger“.
Seltsames Lebensgefühl: Immer im Abschied zu leben. Nie angekommen, aber immer auf der Flucht. Ist das krank?
Der Dickmacher schlechthin: Der Besserwisser.
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